Etwa 500.000 Menschen in Österreich erhalten Pflegegeld, sind somit dauernd pflegebedürftig. Die Gründe sind unterschiedlich. Eine lange Lebenserwartung, eine angeborene Behinderung oder eine Invalidität auf Grund eines Unfalls. Desto älter man wird, desto höher liegen die Chancen, selbst einmal pflegebedürftig zu werd
Etwa 500.000 Menschen in Österreich erhalten Pflegegeld, sind somit dauernd pflegebedürftig. Die Gründe sind unterschiedlich. Eine lange Lebenserwartung, eine angeborene Behinderung oder eine Invalidität auf Grund eines Unfalls. Desto älter man wird, desto höher liegen die Chancen, selbst einmal pflegebedürftig zu werden. Neben dem staatlichen Pflegegeld (eingeteilt in stundenabhängige sieben Stufen) ist es jedoch ratsame eine Pflegeversicherung abzuschließen. Das staatliche Pflegegeld dient in Österreich als Zuschuss zum Mehraufwand wegen Pflegebedürftigkeit.
Die Pflegekosten übersteigen das gesetzliche Pflegegeld
Eine professionelle Pflege kostet viel Geld. Kompetente Fachkräfte sind rar und teuer. Es ist daher ratsam eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Denn in jungen Jahren sind die Prämien günstiger. Je älter die Versicherungsnehmer beim Abschluss der Versicherung sind, desto höher werden auch die monatlichen Prämien. In der Regel handelt es sich um eine klassische Vorsorgeversicherung bzw. Zukunftsvorsorge. Wie bei der Pensionsvorsorge wird die Versicherung als zusätzliches Element der gesetzlichen Leistung abgeschlossen. Tritt laut dem Versicherungsvertrag eine Pflegebedürftigkeit ein, erhält der Versicherungsnehmer die vereinbarte Summe. Bei privaten Versicherungen gibt es unterschiedliche Definitionen und Regeln. Die Anpassung erfolgt individuell durch den Versicherungsnehmer und kann je nach Versicherungsart abweichen. Wichtig ist, dass der Versicherungsnehmer einen Vergleich durchführt. Der Vergleich vor dem Abschluss der Versicherung garantiert, dass der Versicherungsnehmer das beste Angebot gewählt hat.
Die unterschiedlichen Pflegemöglichkeiten
Die Leistungsdauer hängt von der Pflegebedürftigkeit ab. Viele Versicherungen gewähren eine bestimmte Zeit lang die Auszahlung; bei einer Verschlechterung des Zustandes des Versicherungsnehmers wird der Pflegebedarf neu angepasst. Sollte eine Verbesserung des Zustandes erzielt worden sein, wird die Zahlung eingestellt. In Österreich gilt die Pflegeversicherung als unbekannt. Die Österreicher geben sich im Regelfall mit der staatlichen Variante zufrieden. Viele Versicherungsgesellschaften präsentieren die Versicherung erst gar nicht. Auch wenn die Versicherung als Absicherung des Versicherungsnehmers gesehen wird, gilt sie in Österreich als unbekannt.
Die Versicherung kann steuerlich bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden
Der Vorteil der privaten Versicherung ist, dass diese von der Steuer absetzbar ist. Somit kann die Prämie bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden. Auch wenn die Versicherung keine klassische Zukunftsvorsorge ist, lindert die Versicherung bei der Auszahlung finanzielle Nöte und Mehraufwände. Denn vor allem Umbauten auf Grund von Pflegebedürftigkeit können mehrere tausend Euro in Anspruch nehmen. Auch Hilfsmittel werden mit der Versicherung gedeckt. Mit der Versicherung ist es möglich, dass eine Absicherung geschaffen wird, die als Zusatzzahlung zum staatlichen Pflegegeld angesehen wird. Während das gesetzliche Pflegegeld als Unterstützung zum Pflegeaufwand gesehen wird, gilt die private Versicherung als Differenz zum Mehraufwand, der de facto entsteht.